Freitag, 26. Dezember 2014

Hands of the Father: Die Freude eines Spielzeugsmachers

Ein wunderbares Video über einen Mann, der seit unzähligen Jahren Holzspielzeug für Operation Christmas Child baut. Über 130.000 Stück hat er inzwischen gemacht. Und es werden noch unzählige mehr sein. Alles, um Kinder auf der ganzen Welt zu beschenken.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Ein Schuhkarton für eine junge Familie ...

Die Sonne scheint ungewöhnlich warm für einen Dezembertag; ein fast wolkenloser Himmel ist über den Häusern zu sehen. Wir wandern durch ein Roma-Ghetto in Assenowgrad (Bulgarien), ca. 170 Kilometer von Sofia entfernt. Hier leben ca. 4.000-5.000 Menschen; in erster Linie sind es türkische Roma, mit denen selbst die Übersetzer Schwierigkeiten haben sich zu verständigen.

Wir betreten das Haus einer jungen Familie, deren Sohn Zwiatko wir mit einem Schuhkarton beschenken wollen. Die Küche ist ein ca. 2 x 1 Meter großer, schlecht verputzter Anbau, mit mintgrünen Wänden. Zersprungene Fliesen hängen mehr schlecht als recht über dem dreckigen Abwaschbecken, eine staubgraue Gardine ist an den zugigen Fenstern und dem Abwaschbecken angebracht. In der Decke klafft ein quadratisches Loch. Es ist kühl.

Von der Küche gehen zwei Räume ab – ein Wohn- und Schlafzimmer. Das Wohnzimmer ist selbst an diesem sonnigen Tag in Dunkelheit getaucht. Im Schlafzimmer stehen zwei Schlafsofas, ein kleiner Fernseher, auf dem ein Kinderprogramm läuft und ein brauner Ofen mit einem schwarzen Rohr, welches zu Decke führt. Die Luft ist vom typischen holzverbrannten Geruch durchzogen. Wäsche hängt zum Trocknen auf einer Leine an der Wand. Auf dem Ofen steht eine Metalltasse, in der eine undefinierbare Flüssigkeit vor sich hin kocht.
Weihnachtsstimmung gibt es hier nicht. Nur eine kleine Lichterkette hängt zwischen Wanduhr und Wäscheleine. Der Stecker steckt in einer nicht ganz sicher aussehenden Konstruktion bestehenden aus Verteiler und Kabel.

Im Wohnzimmer ist die Familie versammelt. Der Vater heißt Raicho und arbeitet mit seinen 25 Jahren als Müllmann. Damit ist er fast eine Seltenheit, denn viele Männer, die ebenfalls in dem Ghetto leben, sind arbeitslos. Seine wunderschöne Frau Raina ist 8 Jahre jünger als er. Sie war 14 als sie geheiratet und ihren Sohn Zwiatko bekommen hat. Während wir mit ihnen reden, wiegt sie ihre schlafende sechsmonatige Tochter Angelina im Arm.

In diese Armut hinein ist der Schuhkarton, ein wahrer Hoffnungsschimmer, der für die ganze Familie leuchtet. Der Großvater, der ebenfalls mit seiner Frau in der winzigen Wohnung lebt, kann seine Augen gar nicht von seinem Enkel nehmen, so berührt ist er von der Freude des Kleinen. Auch die Eltern sind sprachlos. Sie sind schon dankbar, wenn sie ihre Kinder mit Kleidung beschenken können, aber ein "richtiges Geschenk", das gab es noch nie. 

Wenn sie das nächste Mal zu der Kirche in ihrer Gegend gehen, werde sie vielleicht ein wenig besser verstehen, wenn es heißt "Gott will uns beschenken". Denn zu Weihnachten feiern wir das größte Geschenk, das Gott uns machen konnte – die Geburt seines Sohnes Jesus Christus. Jesus ist Gottes Geschenk an uns. Gott schenkt.

Die junge Mutter Raina mit ihrer sechsmonatigen Tochter Angelina.
Pastor Georgi übergibt Zwiatko einen buntbepackten Schuhkarton. Der Kleine kennt Geschenke nicht
und kann im ertsen Moment nicht glauben, dass es für ihn sein soll.
Mit strahlenden Augen beobachtet der Großvater,
wie sein Enkel zum ersten Mal ein richtiges Geschenk erhält.
Die Handschuhe sind genauso groß wie die Freude von Zwiatko.
Voller Freude und Dankbarkeit verabschiedet uns die junge Familie
an der Tür zu ihrem winzigen Zuhause.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ein Wunder an der Wohnungstür

In Bulgarien haben wir das Privileg zusammen mit Georgi Jelev, dem Koordinator vom Nationalen Leiterschaftsteam von Operation Christmas Child für Bulgarien, Schuhkartons zu verteilen. Am Dienstag, den 16.12.14, besuchen wir am Abend die Wohnung eines Jungen, der zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter in Assenowgrad, Bulgarien wohnt. Als wir klingeln, dauert es einen Moment, bis wir den Schlüssel im Schloss hören. Eine junge Frau öffnet uns. Georgi Jelev, der für Operation Christmas Child arbeitet und außerdem als Pastor der Region Schuhkartons verteilt, erzählt der Frau, warum wir da sind und was wir wollen. Es stellt sich heraus, dass die junge Frau die Tante von Nuray, dem Jungen ist. Sie passt auf ihn auf, während die Mutter arbeiten muss. Als alleinerziehende Mutter hat sie kaum eine andere Wahl, als ihren Sohn an den Abenden alleinzulassen, um Geld verdienen zu können.

Georgi fragt sie, ob es trotzdem möglich wäre, dass er dem Jungen etwas schenken kann. Und dann berichtet er, dass Menschen einen Schuhkarton gepackt haben. Einen Schuhkarton, der voller Liebe gepackt würde, für ein Kind, das diese Liebe braucht.

Die Tante steht im Türrahmen, während der 9-Jährige den Schuhkarton öffnet und über die vielen Geschenke staunt. Als wir gehen wollen, drückt uns die Tante die Hände und sagt fünf Worte, die diese Aktion so wertvoll machen: „Dieses Geschenk ist ein Wunder“ – ein Wunder zur Weihnachtszeit, ein Wunder für den Jungen und die Familie. Ein Wunder, weil die Tante ihrem Neffen gern etwas geben möchte, aber nicht die Mittel dazu hat, ein Wunder, weil aus heiterem Himmel ein unerwartete Gabe wortwörtlich vor der Tür stand, ein Wunder, weil es zeigt, dass Menschen noch füreinander einstehen.

„Dieses Geschenk ist ein Wunder“. Dieses Motto steht über jedem Schuhkarton, das ein Kind erhält. Denn er berührt nicht nur Kinder, sondern auch ihre Familien.


Nuray (9 Jahre) und seine Tante staunen über das Wunder des Schuhkartons.

Dienstag, 16. Dezember 2014

gebrüder götz packt seit fast 10 Jahren für "Weihnachten im Schuhkarton"

gebrüder götz weiß: "Schuhkartons öffnen macht nicht nur Schuhliebhaberinnen glücklich." Und deswegen waren die Mitarbeiter des Schuhhandels auch dieses Jahr wieder fleißig und packten Schuhkartons für notleidende Kinder. Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarebiter bestückten Schuhkartons mit Kuscheltieren, Spielzeug, Schulmaterialien, Hygieneartikel, Süßigkeiten und anderen Kleinigkeiten. Seit fast 10 Jahren ist gebrüder götz begeistert dabei, rührt ordentlich die Werbetrommel. Danke für dieses schöne Engagement!


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ein Spielplatz namens "Freundschaft"

Ein Bericht aus Weißrussland von Andrei Katsal, Operation Christmas Child, NLT   

Am 20. Juli 2014 fand die offizielle Eröffnung des neuen Spielplatzes statt, der auf dem Grundstück einer Gemeinde in Smolevichy gebaut wurde. In dieser kleinen Stadt, die in der Nähe von Minsk (Weißrussland) liegt, gab es kaum einen Ort, an dem Kinder spielen konnten. Der Bau des Spielplatzes war also ein Segen für die ganze Stadt.
In den Bau war die gesamte Kirche involviert: Bei der Vorbereitung des Fundaments, beim Bau des Piratenschiffes, der Rutschen und der Schaukeln. Schon lange vor der Eröffnung warteten viele Menschen ungeduldig auf die Eröffnung des Spielplatzes. „Kann ich mit meinen Kindern zum Spielen kommen? Und ab wann?“, fragten viele.
Zu Beginn des Jahres hatte dieselbe Gemeinde einen Kurs angeboten, der „Die größte Reise“  heißt und bei dem die Kinder mehr über Gott und Jesus erfahren. Im April schlossen 18 Kinder, viele von ihnen hatten nichts mit der Kirche zu tun, erfolgreich diesen Glaubenskurs ab. Anknüpfend an den Kurs, trafen sich die Kinder auch danach noch und im Sommer nahmen viele an einem Camp teil.
Sie alle wollten ihren Club öffnen für so viele Kinder aus der Stadt wie möglich, deshalb begannen sie die Eröffnung des Spielplatzes – welchen sie „Freundschafts“-Spielplatz tauften – als ein Event zu planen, zu dem sie die Nachbarschaft einladen konnten. Die Kinder selbst waren diejenigen, die die Werbung für diese Veranstaltung übernahmen. Mit bunten Einladungen luden sie Kinder und Eltern zu der Eröffnung ein.
Wie viel würden kommen? Würden es 20 sein? Vielleicht 30? Es war ein sonniger Sonntagmorgen und die Kinder überglücklich, dass bei der Eröffnung sie die ersten waren, die auf den Schaukeln und dem Piratenschiff spielen konnten. Und noch viel mehr waren sie überrascht über die rund 100 Menschen, die zu der Eröffnung des Spielplatzes kamen. Die Gemeinde organisierte Musik, Wettkämpfe, Spiele und einen Bücherstand, um die Spielplatz-Eröffnung zu einem denkwürdigen Tag zu machen.
„Wie findet ihr denn den neuen Spielplatz?“, fragten die Leute. „Wir lieben es, wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Es ist der beste Ort in Smolevicky! Es ist unglaublich, dass wir hier herkommen können – kostenlos!“
Die Gemeinde ist sehr dankbar für die unzähligen Begegnungen und die vielen Freundschaften, die hier geschlossen wurden. Nun ist man gespannt, wie dieser Spielplatz noch dazu beitragen wird, dass sich weitere Freundschaften zwischen Kindern und Eltern entwickeln und diese Menschen dadurch die Gemeinde und Gott noch besser kennenlernen.
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Auch dieses Jahr verschicken wir wieder Schuhkartons nach Weißrussland. Ein Lkw hat sich am 10.12.2014 mit 748 Versandkartons auf den Weg nach Minsk gemacht. Wenn Sie die den Transport und die Abwicklung von diesen Schuhkartons oder die Arbeit von Geschenke der Hoffnung unterstützen möchten, dann können Sie das hier tun: SPENDEN. Vielen Dank!






Montag, 8. Dezember 2014

trivago packt 419 Schuhkartons

Als weltweit größte Online-Hotelsuche setzt sich trivago nicht nur dafür ein, dass Menschen eine gute Zeit im Urlaub verbringen, sondern unterstützt zur Weihnachtszeit auch "Weihnachten im Schuhkarton", die Geschenkaktion für notleidene Kinder. Jedes Jahr spendet trivago Spielzeug und Süßigkeiten, um diese Kinder zu beschenken. Die Mitarbeiter gehen dafür persönlich in ein Geschäft vor Ort und kaufen Geschenke ein, die dann im Büro in selbstbeklebte Schuhkartons verpackt werden. Dieses Jahr kamen insgesamt 419 Schuhkarton zusammen, die sich mit den anderen Schuhkartons, die weltweit gepackt wurden, in wenigen Tagen auf die große Reise machen, um zur Weihnachtszeit Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.



Freitag, 5. Dezember 2014

"... weil ich weiß, dass die Päckchen ankommen."

Die letzten Tage
Als ich Frau Matthießen per Telefon erreiche, wartet sie gerade auf den Anruf der Spedition. Die Küche ihres Nachbars ist vollgestellt mit fertiggepackten Versandkartons, welche die Spedition in eines der rund 15 Zentrallager transportieren wird. Der Nachbar ist derzeit nicht da, so dass sich das Lübecker Ehepaar dort so richtig ausbreiten konnte. „Das ist natürlich abgesprochen“, beruhigt mich Frau Matthießen. Platz hätte man auch im Schuppen, aber so ist es doch netter.


Obwohl Frau Matthießen sehr eingespannt ist, nimmt sie sich Zeit für ein Gespräch über ihre ehrenamtliche Arbeit bei „Weihnachten im Schuhkarton“. Es war wieder eine erfolgreiche, schöne und aufregende  Saison, und doch sind beide froh, wenn es geschafft ist. Nach der Abholung der Versandkartons muss das Geld noch gezählt und die Überweisungen getätigt werden und dann, „dann sind wir durch“. Ulrike Matthießen ist darüber dankbar. 


Von einer kurzer Begegnung berichtet sie mir: Im Schlafzimmerfenster hatte das Ehepaar während der letzten Wochen ein Aktionsplakat hängen. Gerade, als Ulrike Matthießen am Montag das Plakat abnehmen wollte, hielt ein Auto vor dem Haus. Der Fahrer wollte noch schnell sein Päckchen abgeben. Den fragenden Blick des Autofahrers beantwortete sie mit einer einladenden Handbewegung – natürlich konnte er noch sein Päckchen abgeben. Nach einem kurzen Gespräch bot der Päckchenpacker ohne Umschweife seine Hilfe für das kommende Jahr an. Nun hat das Ehepaar noch einen Helfer mehr – das beruhigt.




Von der Untersammelstelle zur Sammelstelle
Die Matthießens sind seit dieser Saison nicht mehr Untersammelstelle, sondern nun Sammelstelle und haben dadurch einen größeren Verantwortungsbereich in ihrer ehrenamtlichen Arbeit für "Weihnachten im Schuhkarton". Auf meine Frage, ob es mehr Arbeit zu bewältigen gegeben hat, überlegt Frau Matthießen kurz und sagt dann: „Nein, eigentlich nicht.“ Der Schritt von der Untersammelstelle zur Sammelstelle war nicht schwer – „Wenn ich das schon mache, dann auch richtig“, ist ihre Einstellung. Man kann nun eigene Entscheidungen treffen, Werbung schalten, man hat mehr Freiheiten. Und man muss nicht mehr so weit bis zur nächsten Sammelstelle fahren – ein weiterer Vorteil.

Ein großes Geschenk war die „Box to go“, die ihnen eine Menge Arbeit abgenommen hat. Rund 60 dieser vorgefertigten Schuhkartons hatten sie sich beim CONNECT-Treffen, dem jährlich stattfindenden Mitarbeitertreffen für alle Ehrenamtlichen und Interessierten von "Weihnachten im Schuhkarton, mitgenommen; 50 haben sie verbraucht. „Es ist eine gute Idee gewesen“ – gerade wenn Schuhkartons umgepackt werden müssen. „Die ‚Box to go‘ hat uns viel Arbeit abgenommen.“

€ents4Children
„Sektgläser?“, frage ich ungläubig zurück. „Nein“, Frau Matthießen lacht „WECKgläser!“ Endlich verstehe ich. Es geht um die Spendenaktion „€ents4Children“ des Ehepaars. Dabei werden das ganze Jahr über Cent-Stücke in Weckgläsern gesammelt. Rund 80 Leute, in erster Linie Freunde und Gemeindemitglieder, beteiligen sich schon daran. Zwei Mal im Jahr wird „geerntet“, wie sie es ausdrücken – zu Ostern und zum Erntedankfest. "Das Geld wird für soziale Zwecke, dabei speziell für Kinder, verwendet. Damit soll Kindern eine bessere Zukunft beispielsweise über Schul- bzw. Ausbildung, Nahrung, Kleidung ermöglicht werden. Der christliche Gedanke spielt dabei eine große Rolle", sagt Klaus Matthießen dazu.


Im letzten Jahr allein konnten sie von den Spenden 60 Schuhkartons packen sowie die Transport- und Verwaltungskosten bezahlen. André Vasko, einen Verteilpartner von „Weihnachten im Schuhkarton“, unterstützen sie dabei ganz gezielt. Beim CONNECT-Treffen in Hannover hatten sie den Pastor aus der Slowakei kennengelernt. Begeistert von seiner Arbeit, entstand eine wertvolle Zusammenarbeit, bei der das deutsche Ehepaar den slowakischen Pastor durch Geldspenden für seine Arbeit mit Roma-Kindern unterstützt. Das ist auch der Grund, warum die Matthießens seit vielen Jahren voller Leidenschaft dabei sind – weil die Hilfe wirklich bei Kindern ankommt. Weil Freude ankommt. Weil Liebe ankommt.



Montag, 1. Dezember 2014

Wie mit zwei Flyern 1000 Euro zusammenkamen

Im Münsterland findet regelmäßig der „Tag des Tischlers“ statt. Auch dieses Jahr öffneten wieder fünf Werkstätten ihre Tore und boten Ponyreiten, Kaffee, Kuchen und einiges mehr an. Das zusätzlich erwirtschaftete Geld kommt im Anschluss immer einer gemeinnützigen Einrichtung oder Aktion zugute. Als man auch in diesem Jahr wieder auf der Suche nach einer gute Sache war, sah die zuständige Dame einen Flyer bei der Bank liegen – von „Weihnachten im Schuhkarton“. Und so staunte die Sammelstellenleiterin Stephanie van Dunderen nicht schlecht, als sie die Anfrage erreichte, ob die diesjährigen Einnahmen der Geschenkaktion zugutekommen könnten. Insgesamt 500 Euro kamen am „Tag des Tischlers“ zusammen, mit denen Päckchen gepackt und der Transport sowie die Abwicklung der Päckchen finanziert werden konnte.

Weitere 500 Euro wurden gespendet, nachdem ein Unternehmen beschlossen hatte auf eigene Weihnachtsgeschenke zu verzichten und das gesparte Geld an die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ weiterzugeben. Aufmerksam auf die Aktion wurde das Unternehmen ebenfalls durch einen Flyer
ausgelegt in einer Bank.

Stephanie van Dunderens Tipp für die kommenden Saison: „Ich kann nur jedem empfehlen Flyer bei den Sparkassen und Banken im Einzugsgebiet zu verteilen.“ Die Erfolge sprechen für sich.


"Wirklich was fürs Herz ..."

Lydia Bräumer arbeitet in einem Wohnheim für Erwachsene mit geistiger Behinderung. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Sammelstellenleiterin und übernimmt in dieser Funktion unter anderem die Annahme und Kontrolle von Schuhkartons. Als sie den Bewohnern von der Geschenkaktion erzählt, sind diese so begeistert, dass sie auch einen Schuhkarton für ein Kind in Not packen wollen. Jeder der wollte konnte so viel Geld geben, wie es für ihn möglich war. Die Großzügigkeit der Bewohner hat Lydia sehr angerührt. Sie bekam kleine Beträge wie 10 oder 20 Cent, aber auch 3-5 Euro. Von diesem Geld hat sie dann das eingekauft, was ihr aufgetragen wurde. Und anschließend haben alle gemeinsam den Schuhkarton beklebt und gepackt. Es kam ein „einzigartiger Karton“ dabei heraus.

Eine Situation hat Lydia besonders berührt. Eine Bewohnerin konnte beim besten Willen kein Geld geben. Deswegen kam sie zu ihr und wollte Lydia ihr eigenes Kuscheltier schenken. Sie hatte verstanden, dass es Menschen gibt, die noch weniger haben als sie und mit den Worten „Für ein armes Kind gebe ich es her“ überreichte sie schweren Herzens ihr Kuscheltier. Diese Herzenshaltung hat Lydia sehr bewegt. Das Kuscheltier wurde dann doch gegen ein selbstgemaltes Bild eingetauscht. Lydias Erklärung, dass gebrauchte Sachen nicht in den Schuhkarton dürften, verstand die Bewohnerin und war vielleicht auch ganz dankbar, ihr geliebtes Kuscheltier behalten zu dürfen. Aber der Wunsch, jemandem eine Freude zu machen, der noch weniger hat, ist geblieben.

Das gemeinsame Bekleben und Packen des Schuhkartons zusammen mit den Bewohnern des Wohnheimes war eine unglaubliche Erfahrung für Lydia Bräumer - es war "wirklich was fürs Herz". Denn allen ist bewusst geworden, dass Teilen schön ist, auch wenn man selbst nicht viel hat. Und gemeinsam entsteht dann etwas Unglaubliches: Freude für ein Kind.



Freitag, 28. November 2014

Liebe findet immer einen Weg

Joana und Tyrel brachten ihre Schuhkartons ins Hauptquartier von Samaritan's Purse

Als Joana von den Philippinen im Jahr 2000 einen Schuhkarton erhielt, konnte sie noch nicht ahnen, wie viel Liebe sie wirklich in und durch diesen Schuhkarton finden würde. Was sie und der Packer ihres Päckchens erlebt haben, liest sich wie ein Märchen - aber es ist das tatsächliche Leben. Und niemand ist darüber erstaunter als die beiden.

Ein verlorener Brief
Im Sommer 2000 erhielt Joana bei der Abschlussfeier der Sommer-Bibel-Schule in Quezon City, einem Vorort von Manila, einen Schuhkarton. Dieser war für sie viel mehr als nur ein Geschenk. Denn durch ihn bekam sie Kontakt zu einer Kirchgemeinde und fand nach einiger Zeit zum Glauben. Auch ihre Familie wurde dadurch angesteckt – ihr Vater entschied sich sogar Pastor zu werden.
Eine Erinnerung aus dem Schuhkarton behielt Joana all die Jahre: ein Foto von einem kleinen blonden Jungen mit einem Cowboy-Hemd und einem Lasso in der Hand. Auf dem Foto standen Name und Adresse des Jungen und so schickte Joana ihm einen Brief, in dem sie sich bedankte und schrieb, welchen Einfluss dieser Schuhkarton für sie und ihre Familie hatte. Doch dieser Brief erreichte nie sein Ziel. 
Im November 2011, elf Jahre später, beschloss Joana sich gezielt auf die Suche nach dem blonden Jungen zu machen. Die einzige Information, die sie hatte war der Name: Tyrel Wolfe. Die Liste von Tyrel Wolfes, die sie bei Facebook fand, war endlos. Wie sollte sie den Richtigen finden? Einer der Männer kam aus Idaho. Das Kind auf ihrer Fotografie war als Cowboy gekleidet, im Hintergrund sah man eine Bergkette. Sie selbst war nie den USA gewesen, aber sie wusste, dass es in Idaho Berge gab. War dieser Tyrel Wolfe der Richtige? Sie überlegte nicht lange und schickte ihm eine Freundschaftsanfrage.
In der Dorfgemeinschaft in Midvale, Idaho, war es schon nach 20 Uhr, als Tyrel sich bei Facebook einloggte und eine Nachricht von „irgendeinem Mädchen von den Philippinen“ in seinem Postfach hatte. So begann ihre Facebook-Freundschaft.

Reise zu den Philippinen
Je länger sie miteinander schrieben, desto mehr merkten sie wie viel sie gemeinsam hatte. Sie liebten beide Musik – wenngleich auch unterschiedliche Stile. Und Joana träumte schon immer von einem ruhigen Leben auf dem Land. Trotz des Zeitunterschiedes von 15 Stunden und ihren vollen Terminkalendern schafften die beiden es täglich über Facebook Nachrichten zu schreiben. Aber ihnen war klar – wenn diese Beziehung weitergehen sollte, dann mussten sie sich treffen.
Im Juni 2013 war es dann soweit. Tyrel flog von seinem gesparten Geld nach Manila. Als sein Flugzeug landete, konnte er Joana erst nicht finden, aber dann standen sie endlich voreinander. „Als ich zum ersten Mal wirklich sein Gesicht vor mir sah, überkam mich ein unglaubliches Gefühl“, beschreibt Joana ihre erste Begegnung. „Ich habe vor Freude geweint.“ In den folgenden 10 Tagen lernten sich die beiden kennen und lieben. Vor rund sieben Wochen heirateten Joana und Tyrel Wolfe auf einer Rinderfarm in Idaho. Für ihr erstes gemeinsames Weihnachtsfest haben sie beschlossen ihre Tradition des Schuhkartonpackens weiterzuführen und wenn sie Kindern haben, diese auch einzubinden. Tyrel erinnert sich: „Als kleiner Junge war ich so aufgeregt als ich meinen Schuhkarton gepackt habe, weil ich wusste, dass diese Geschenke einem anderen Kind so viel Freude bringen würden. Ich konnte nur nicht ahnen, dass diese Freude eines Tages zu mir zurückkommen würde.“


Joana und Tyrel heirateten im Oktober in Idaho, USA

Freitag, 21. November 2014

Gemeinsames Packen in der Berliner Weihnachtswerkstatt

Am 11.11. wurden bei uns weder Krawatten abgeschnitten, noch Martinsgans gegessen, dafür aber Geschenkpapier zurechtgeschnitten und Schuhkartons gefüllt. In unserer Berliner Weihnachtswerkstatt packten die Schüler der 9. Klasse der Clay-Schule in Rudow Schuhkartons schon zum dritten Mal mit großer Begeisterung Schuhkartons für notleidende Kinder. Unterstützt wurden sie von der Moderatorin, Schauspielerin und Miss Germany 2002 Katrin Wrobel, die sich beeindruckt von dem Enthusiasmus der Schüler zeigte. Klassenlehrerin Gaby Rees erklärt nicht ohne Stolz: „Meine Schüler wollten unbedingt wieder an der Weihnachtswerkstatt teilnehmen. Sie sind wirklich mit dem Herzen dabei. Obwohl einige von ihnen für deutsche Verhältnisse nicht viel haben, zeigt ihnen diese Aktion, wie gut es ihnen geht und wie sie anderen Kindern eine Freude bereiten können. ‚Weihnachten im Schuhkarton‘ hat einen unschätzbaren Wert, wenn es darum geht, den Schülern soziales Engagement zu vermitteln.“
Die Schuhkartons, die am 11.11, gepackt wurden, werden in einigen Wochen in die Mongolei gehen und dort unzähligen Kindern vermitteln, dass jemand an sie denkt. In diesem Fall eine ganz Schulklasse. 

Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt
Foto: David Vogt

Dienstag, 18. November 2014

Wenn Studenten richtig loslegen

Nadine Schumann, Studentin im Studiengang Kindheitspädagogik, 5. Semester, berichtet von ihrer Packparty
 
Am 04.11.2014 nutzten fast 40 Studierende aller drei Matrikel des Studienganges Kindheitspädagogik die Chance, sich gegenseitig näher kennenzulernen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Sie verbrachten, bereits zum zweiten Mal, gemeinsam einen Pack-Nachmittag für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. 
Alle Studierenden hatten vorher viele kleine Geschenke, wie Schulsachen, Kuscheltiere, Naschereien oder Kleidung, gesammelt. Die Schuhkartons wurden mit buntem Weihnachtspapier geschmückt und mit den Geschenken gefüllt. Dabei kamen die Studierenden nicht nur über diese Aktion und die Not und Hilfebedürftigkeit von Kindern ins Gespräch, sondern plauderten ebenso auch über ihre Studienerfahrungen. Das war besonders für die „Erstsemestler“ interessant und sie konnten nützliche Kontakte zu ihren Kommilitonen der höheren Semester knüpfen. 
Insgesamt 46 Schuhkartons wurden 2014 mit viel Engagement und Freude an diesem Nachmittag gepackt. 2013 waren es sogar ganze 100 Pakete. Am 15.11.2014 sind sie nun ein weiteres Mal auf die Reise nach Bulgarien, Rumänien oder Weißrussland gegangen und werden Kinderaugen zum Leuchten bringen. 

Begeistert und glücklich bei der Packaktion 2014.

100 Schuhkartons kamen bei der Packaktion 2013 zusammen.

Ein buntes Treiben beim gemeinsamen Geschenkeinpacken.

Mittwoch, 12. November 2014

Eine Stadt auf den Beinen



Heute ist der große Tag da! Der Tag, auf den sich halb Verden vorbereitet. Heute um 19 Uhr findet die alljährliche „Weihnachten im Schuhkarton“-Packparty statt. Ein Event, das nicht nur notleidenden Kindern zugutekommt, sondern auch einen ganze Stadt dazu bringt, sich gemeinsam zu engagieren.

Wie alles begann
Monika Berlitz hatte vom Hörensagen von der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ erfahren. Sie begann Schuhkartons zu packen. Der Mann ihrer Arbeitskollegin hatte die Idee, die Volksbank anzufragen, ob sie nicht etwas spenden könnten. Konnten und wollten sie. Und plötzlich hatten sie eine ganze Ladung Plüsch-Frösche, mit denen sie Schuhkartons bestücken konnten. Das war der Startschuss für Monika. Eigentlich liegt ihr sowas nicht – "einfach auf andere zuzugehen und nach Spenden zu fragen" – gesteht sie, aber durch diesen ersten Erfolg war sie so beflügelt, dass sie gleich noch weitere Firmen und Unternehmen nach Sachspenden anfragte. Was dann passierte, war wie ein Wunder. Von überall kamen Spenden. Noch immer ist die viermalige Mutter überwältigt von dem Vertrauen, das man ihr entgegen brachte. „Und dann packt man einen Schuhkarton und noch einen, und plötzlich hat man so viele, dass man gar nicht weiß, wohin damit.“ Insgesamt 100 Schuhkartons waren es dann am Ende. Weil ein Auto für diese Menge an Schuhkartons nicht ausreichte, nahm man kurzerhand den Pferdetransporter und brachte die Geschenkkartons zur Sammelstelle.
Die Sammelstelle war im nächsten Dorf. „Das geht ja gar nicht, dass ein Dorf eine Sammelstelle hatte, aber eine Stadt wie Verden nicht!", entrüstete sich Monika und eröffnete kurzerhand eine Sammelstelle in Verden. Das war 2006. „Auf was ich mich da eingelassen hatte und welche Welle ich damit ausgelöst hatte, das konnte ich damals noch nicht ahnen.“

Die Packparty
Monika erlebte dann das, womit viele Mitarbeiter zu kämpfen haben. „Wie groß soll der Schuhkarton sein?“, „Dürfen selbstgestrickte Sachen hinein?“, „Wohin kommen die Schuhkarton?“ Eine Flut an Frage überrollte sie in der kommenden "Weihnachten im Schuhkarton"-Saison. Um diesen wichtigen Nachfragen gebündelt begegnen zu können, rief Monika eine Packparty ins Leben, bei der alle Fragen beantwortet wurden, informiert wurde und bei der die Menschen tatkräftig anpacken konnten. Schuhkartons werden beklebt und mithilfe von Sachspenden gefüllt, gepackte Schuhkartons werden kontrolliert. Die meisten befüllen am liebsten Schuhkartons aus diesem Grund hat das Ehepaar Schätzle dieses Jahr allein 538 Schuhkartons beklebt. Unzählige begeisterte Bastler und Mitarbeiter aus Verden und dem Umland kommen nun Jahr für Jahr zu der Packparty, die sich inzwischen zu einem bekannten Event entwickelt hatte.
Als klar wurde, dass die Gemeinderäume der Freien Christengemeinde nicht mehr ausreichen würden, bot die Baptistengemeinde in Verden an, ihre Räume zur Verfügung zu stellen. Und man durfte nicht nur die Packparty dort veranstalten, sondern auch danach noch die Räumlichkeiten nutzen, um immer wieder mal zu packen und die Schuhkartons dort zu lagern.
Mittlerweile hat diese Veranstaltung einen solchen Stellenwert in Verden eingenommen, dass letztes Jahr sogar die Bundestagsabgeordneten Christina Jantz und Andreas Mattfeldt mithalfen Schuhkartons zu bekleben und zu füllen.




Die Gemeinde

Die Freie Christengemeinde Verden, in die Monika geht, ist sehr aktiv und kreativ, wenn es um „Weihnachten im Schuhkarton“ geht. Wie auch viele andere Gemeinden waren sie am „Weihnachten im Schuhkarton“-Sonntag dabei, allerdings wollen sie „nicht nur den einen Sonntag nutzen, sondern das ganze Jahr Sachspenden sammeln und irgendwie immer aktiv“ sein.
So engagieren sich die Gemeindemitglieder tatkräftig in der Stadt: Am verkaufsoffenen Sonntag machten sie Werbung für die Geschenkaktion, am 8. November hatten sie ihren Stand im Supermarkt aufgebaut und verkauften Selbstgemachtes und beklebte Schuhkartons für einen Euro.
Außerdem besteht die Möglichkeit einen Schuhkarton zu „adoptieren“. Mithilfe dieser Lösung kommen Menschen zusammen, die Zeit und Ideen, aber nicht die finanziellen Mittel haben und diejenigen, die es zeitlich oder gesundheitlich nicht schaffen Schuhkarton zu packen.
Des Weiteren können und konnten Marmelade und Tannenzapfen-Eulen für eine kleine Spende erworben werden und mit den Einnahmen werden weitere Schuhkartons gepackt oder die Transportkosten bezahlt. Es ist für alles gesorgt, mitmachen kann jeder. „Ausreden gibt’s bei uns nicht mehr“, sagt Monika Berlitz mit einem Lachen.


 

Montag, 10. November 2014

" ... dann nehme ich das als Herausforderung an!"

Vor rund drei Wochen rief eine Bekannte bei Änne M. an. Vor einiger Zeit hatte sie sich schon einmal gemeldet und nach dem Abgabeschluss für "Weihnachten im Schuhkarton" gefragt und mit einem „Na, dann habe ich ja noch Zeit“ erleichtert aufgelegt. Nun, wenige Wochen später, rief sie also wieder an. Die Anruferin – Renate – hatte einige Kleidungsstücke für „Weihnachten im Schuhkarton“ gestrickt. „Ich glaube, ich habe die Farben verwechselt“, sagte sie noch, als sie Änne bat bei ihr vorbeizukommen. „Und bring eine Tüte mit!“, schickte sie noch hinterher.

Als Änne kurz darauf die Sachen sah, die Renate gestrickt hatte, kam sie aus dem Staunen nicht mehr heraus! Nicht nur, dass Renate keinerlei Farben vertauscht hatte
es handelte sich außerdem um eine unglaubliche Auswahl an Jacken, Pullovern, Schals und Strümpfen mit den schönsten Zopf- und Lochmustern. Änne konnte es kaum glauben – denn Renate, die diese Dinge so wunderbar gestrickt hatte – war blind!

Obwohl Renate nicht sehen kann, was sie für die Kinder strickt, ist sie doch mit grenzenloser Leidenschaft dabei, seitdem sie von einer Bekannten von der Geschenkaktion erfahren hat. Die Wolle bekommt sie gespendet oder kauft sie selber. Sie würde auch selber viel häufiger für „Weihnachten im Schuhkarton“ einkaufen gehen oder Päckchen packen, aber dafür benötigt sie immer Hilfe. Das Stricken hingehen geht fast ganz allein – nur beim Annähen der Ärmel braucht sie Hilfe. Seit rund 53 Jahren ist sie nun schon blind, aber das hält sie nicht davon ab, sich für "Weihnachten im Schuhkarton" einzubringen. „Wenn jemand sagt: Das geht doch nicht in deinem Zustand, dann nehme ich das als Herausforderung an!“ sagt sie und lacht. Am liebsten strickt sie übrigens Jacken. Und davon hat sie auch noch einige bei sich liegen. „Die bekommt dann wieder Änne“,
zum Füllen von Schuhkartons.  

Sonntag, 9. November 2014

"Mich begeistert Gottes Kreativität und Humor ..."

Wenn Martina Palloks an "Weihnachten im Schuhkarton" denkt, dann ist sie begeistert von der Vielfalt.

Die Vielfalt, wie Menschen sich für die Geschenkaktion einbringen. Da gibt es die Päckchenpacker, die voller Freude Schuhkartons packen und sich im Voraus ausmalen, wie Kinderaugen anfangen zu strahlen, wenn diese Geschenkpäckchen geöffnet werden. Dann gibt es die Kirchgemeinden in Deutschland und anderen verteilenden Länder, die mit "Weihnachten im Schuhkarton" ein unglaubliches Tool an die Hand bekommen, um Menschen zu erreichen und von Gottes Liebe zu berichten. Und natürlich die Kirchgemeinden in den Ländern, in denen die Schuhkartons verteilt werden. Sie erleben die Freude der Kinder und ihrer Familien hautnah. Oft können sie für die Kranken in den Häusern beten und Menschen erkennen die Liebe, die Gott für sie hat.
 

Die Regionalleiterin ist außerdem begeistert von der Vielfalt, wie Gott diese Aktion nutzt, um Menschen zu begegnen, sie zu segnen und ihnen genau das zu geben, was sie brauchen. Gott wirkt durch Helfer, Mitarbeiter, durch jeden Schuhkarton, durch jedes kleines Geschenk. Gottes Liebe verteilt sich auf der ganzen Welt - wie eine Welle überschwemmt sie eine Welt, die sich nach Liebe sehnt, die Liebe braucht, mehr als alles andere. Und darum ist Martina Palloks auch so dankbar, Teil dieser "Liebes-Aktion" zu sein. 


Donnerstag, 6. November 2014

"Mir macht das unglaublichen Spaß ...!"

Als ich Änne M. anrufe hat sie gerade wieder zwei Schuhkartons fertig. Für die 76-Jährige ist "Weihnachten im Schuhkarton" ein Ganzjahresprojekt. Inzwischen hat sie schon 85 Schuhkartons gefüllt, letztes Jahr waren es insgesamt 103 Stück. Sie erzählt das ganz sachlich und ohne angeben zu wollen. „Wenn mich jemand fragt, ob ich nicht mal verreisen möchte, sag ich immer: Schuhkartons packen und Kinder in Not zu beschenken ist meine Kreuzfahrt!“ Änne liebt es das ganze Jahr über nach Geschenken zu schauen, sich Gedanken zu machen und Schuhkartons für notleidende Kinder zu packen.

Seit sieben oder acht Jahren ist sie schon dabei – genau kann sie das nicht mehr sagen. Aber wenn man erst mal „infiziert ist“, kommt man nicht mehr davon los. „Mir macht das unglaublichen Spaß. Allein schon das Einkaufen.“ Als sie neulich mit ihrer Freundin in der Stadt unterwegs war, meinte diese halb vorwurfsvoll, halb bewundernd: „Du guckst ja nur für die Kindern …!“ Aber Änne kann nicht anders.

Letztes Jahr war dann ein Meilenstein in Ännes "Weihnachten im Schuhkarton"-Karriere. Zum ersten Mal hatte sie ihre Adresse in einen Schuhkarton gepackt. So wirklich hatte sie nicht damit gerechnet, dass sich jemand melden würde – doch dann, im Frühjahr, lag ein Brief aus Polen in ihrem Briefkasten. Erst konnte sie den Brief niemandem zuordnen. Aber darin befand sich ein Foto mit Kindern, die einen Schuhkarton in den Händen hielten – ihren liebevoll gepackten Schuhkarton! Der Brief war auf Deutsch geschrieben und die Familie bedankte sich darin für die tolle Weihnachtsüberraschung. Kurzentschlossen packte Änne gleich noch ein Päckchen – ein Osterpäckchen
und schickte es an die Familie. Auch zur Einschulung der Tochter bekam die polnische Familie ein Paket. „Aber das Porto ist ja so teuer!“, stöhnt sie. Rund 18 Euro muss man zahlen, um ein Paket nach Polen zu schicken. Davon könnte man eigentlich schon fast ein neues Päckchen packen. „Da sind die 6 Euro, die Geschenke der Hoffnung als Spende pro Karton empfiehlt, eigentlich ein Klacks“, sagt sie mit einem Schmunzeln in der Stimme. 


Einige Briefe haben uns letztes Jahr erreicht, in denen sich Kinder bedanken wollen, aber keine Adresse hatten.
Hier könnt ihr nachschauen, ob die Kinder vielleicht EUCH gesucht haben.

Dienstag, 4. November 2014

Schuhkartons "adoptieren" leicht gemacht

Kennen Sie das auch? Sie haben sich schon seit Längerem vorgenommen einen Schuhkarton zu packen und nun stehen Sie endlich in einer Drogerie, in Ihrem Korb liegen Kinderzahnbürste und Zahnpasta, ein kleiner Waschlappen, Schokolade und Traubenzucker, Geschenkpapier gibt es sogar auch noch. Perfekt. Aber dann fällt Ihnen ein, dass der nächste Schuhladen meilenweit entfernt ist und Sie es in den nächsten Tagen nicht schaffen werden zu einer Abgabestelle zu fahren. Blöd gelaufen?


Kai Wegner (MdB), Jens Jacobi (Pfr. Melanchthon-Kirche), Alexander Galipp (Geschäftsführer ega-Schuhmoden), Silke Gashi (Initiatorin der dm-Aktion und Mitarbeiterin im dm-Markt) und Tochter (v.l.n.r.) freuen sich über tolle Schuhkartons, die bald auf die Reise geschickt werden können

Der dm-Markt in Berlin-Spandau hat sich genau dafür eine Lösung überlegt. Im Drogeriemarkt kann man fertig gepackte Schuhkartons „adoptieren“. Kinder einer KiTa haben Schuhkartons liebevoll und kreativ beklebt und Mitarbeiter des Drogeriemarktes haben diese dann mit Geschenken gefüllt. Dank dieser unglaublichen Zusammenarbeit kann jeder im Handumdrehen einen Schuhkarton auf die Reise schicken. Bezahlt wird lediglich der Inhalt.  Zusätzlich hat sich der dm-Markt noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Wer einen Schuhkarton „adoptiert“, bekommt 10 Prozent auf seinen Einkauf.

Jens Jacobi, der Pfarrer der evangelischen Melanchthon-Kirchengemeinde in der Wilhelmstadt, ist immer wieder begeistert, wenn er sieht, dass verschiedene Menschen in der Zusammenarbeit für ein Projekt, wie die Geschenkaktion "Weihnachten im Schuhkarton", zusammenfinden und gemeinsam ihre Ressourcen einsetzen. "An Weihnachten erinnern wir uns an das größte Geschenk, das Gott uns gemacht hat - Jesus Christus. Was kann dafür eine schönere Vorbereitung sein, als ein paar Geschenke für ein bedürftiges Kind auszusuchen und zu wissen, dass sie Liebe repräsentieren - die Liebe eines Menschen und die Liebe Gottes, die zu Weihnachten auf diese Welt gekommen ist, um uns nahe zu sein!"