Mittwoch, 29. Oktober 2014

Wenn Schätzle "Schätzle" basteln

„Das sind wahre Schätzle“ – so stand es im vergangenen Jahr in der Kreiszeitung. Gemeint war damit das Ehepaar Renate und Richard Schätzle aus Verden. Doch die beiden sind nicht nur „Schätzle“ wegen ihres Namens, sondern auch wegen ihres Engagements. Gemeinsam bringen sie sich für „Weihnachten im Schuhkarton“ ein und das auf bemerkenswerte Weise.

2010 las Renate von einer Packparty in der Zeitung. Monika Berlitz, die Verantwortliche für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Verden, lud alle Engagierten und Interessierten ein, gemeinsam Schuhkartons für Kinder in Not zu packen. Das sprach Renate an - sie war schon immer sozial engagiert gewesen. So entschloss sie sich, teilzunehmen. Dass sie nun, vier Jahre danach, ein unentbehrlicher Teil von „Weihnachten im Schuhkarton“ werden würde, hätte sie sich damals vermutlich nicht träumen lassen.

Denn der eine Abend reichte ihr nicht. Sie wollte sich einbringen, helfen, mehr machen. Seitdem ist sie, zusammen mit ihrem Mann, zu einer Art Fürsprecher für die Geschenkaktion geworden. Wo auch immer sie ist, macht sie Werbung für die Geschenkaktion für Kinder in Not. Egal ob im Gymnastik- oder Schwimmkurs – überall berichtet und informiert sie von der Aktion mit den Schuhkartons.


Irgendwann war Renate aufgefallen, dass es bei den Packpartys an Schuhkartons mangelt. „Das ist doch eigentlich etwas, was man auch zu Hause machen kann“, dachte sich die Bastlerin und nahm sich diesen Problems an, indem sie kurzerhand zu Monika sagte: „Bring mir einfach Schuhkartons vorbei. Ich kümmere mich ums Bekleben!“ Aus ein paar Kartons wurden schon bald mehr und aus der kleinen Bastelei wurde schnell Routine. Und so setzten sich Renate und Richard jeden Tag nach der getanen Arbeit zusammen und beklebten Schuhkartons. „Bei Sonnenschein saßen wir draußen, bei Regen drinnen. Aber beklebt haben wir fast jeden Tag.“ Mit der Zeit wurde der Stauraum knapp. Kurzerhand wurden die Hausbewohner informiert – man müsse für ein paar Wochen den Gemeinschaftskeller beanspruchen – man brauche Platz für Schuhkartons. Und so stapelten sich beklebte Schuhkartons bis zur Decke. Insgesamt 408 beklebte Schuhkartons konnten die Schätzles dann im vergangenen Jahr zur Packparty bringen. In diesem Jahr sind es noch mehr. 538 Stück haben sie geschafft. „Jetzt ist aber auch Schluss!“, sagt Renate vergnügt – „Jetzt haben wir keinen Platz mehr im Keller!“

Auf die Frage, woher sie das Geschenkpapier bekäme, sagt sie: „Im Ausverkauf, nach Weihnachten – da ist es am günstigsten!“ Und durch andere. In Verden ist man unglaublich gut vernetzt. Und so kriegt man immer wieder Tipps, wo etwas günstig zu kriegen ist. Oder jemand bringt einfach mehrere Rollen Geschenkpapier vorbei. Oder Wolle. Oder einfach nur Geld. Denn inzwischen hat sich das Schätzle-Ehepaar den Ruf, dass sie sich verantwortungsvoll und gewissenhaft um Sach- und Geldspenden kümmern. So macht sich Richard immer wieder auf den Weg und holt Sachspenden oder Schuhkartons ab. Unermüdlich. Fahrt um Fahrt. Tag um Tag.

So wie andere sich auf den 24.12. freuen, so fiebert das Schätzle-Ehepaar dem 12. November entgegen. Da findet die große Packparty statt, die sogar auf der Webseite der Stadt angekündigt wird. Die ganze Stadt scheint im Packparty-Fieber zu sein. Und dann werden die 538 Schuhkartons der Schätzle gefüllt – gefüllt mit Geschenken für Kinder, die oft noch nie ein Geschenk erhalten haben. Und so wird aus einem Schuhkarton eine Art Schatzkiste, ein „Schätzle“ für die Kinder.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

"Weil Sammelstellenleiter 'wie kostbare Perlen' sind ..."

Brigitte Güth, Regionalleiterin Ost für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" ist jedes Mal aufs Neue beeindruckt, dass die meisten Sammelstellenleiter "wie kostbare Perlen" von Gott ausgesucht sind. Die Vielseitigkeit und Kreativität, der Fleiß und Engagement dieser Mitarbeiter machen sie manchmal sprachlos. Viele geben so viel und manchmal auch mehr, als sie eigentlich geben können. Manche Sammelstellenleiter sammeln sogar Schuhkartons in ihren Wohnungen und nehmen dafür in Kauf, dass sie diese Räume für diese Zeit nicht mehr zweckentsprechend nutzen können. Aber selbst das machen sie noch mit Liebe und von ganzem Herzen. Und das alles für die Kinder, die sonst keine "Weihnachtsfreude" hätten und vielleicht nie etwas von Jesus hören würden.



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Mit kleinem Schrott Großes bewirken

Für Gott gibt es keinen Schrott! Oder doch? Für die Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) in Brackel ist die Antwort auf diese Frage klar – „Schrott für Gott“ ist eine großartige Sache. Eine großartige Sache um Gutes zu tun, um soziale Projekte zu unterstützen, um etwas in dieser Welt zu bewegen.

Bereits zum 4. Mal rief die LKG dazu auf Schrott zu spenden. Dabei ging es um Metallschrott jeglicher Art: Alte Fahrräder, Heizkörper (Radiatoren), Metallroste, Waschkessel, Häckseler, Dachrinnen, Metallzäune, Töpfe, Pfannen, Metallbesteck, Motoren, Nähmaschinen und vieles mehr (auch Elektrokabel mit und ohne Stecker).



Inzwischen hat sich diese Aktion schon so etabliert, dass so manch einer seinen Schrott das ganze Jahr über sammelt, um ihn dann im Oktober bei der LKG abzugeben. Als man vor vier Jahren mit der Aktion startete, stand nur ein Anhänger auf dem Hof des Gemeinschaftshauses in der Büntestraße 23. Inzwischen braucht es einen Container, um die große Metallspenden-Sammlung zur Verwertung zu bringen. 
Das Engagement der Bürger in Brackel und Umgebung ist immens: So kamen 900 Euro im letzten Jahr durch die Sammelaktion „Schrott für Gott“ zusammen. Für diese Freigiebigkeit ist man sehr dankbar. Die Hälfte des Erlöses kommt der Jugendarbeit Entschieden für Christus (EC) zugute, die der LKG angeschlossen ist.

Was dieses Jahr neu ist: Die zweite Hälfte dieser Altmetall-Kollekte ist für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ vorgesehen. Ganz unter dem Motto „Mit kleinem Schrott Großes bewirken“ werden die Einnahmen genutzt, um weitere Schuhkartons zu packen sowie Transportkosten zu finanzieren. Annelie Wiegel, Marlies Wyludda und Anja Wiegel sind als Sammelstellenleiter schon das ganze Jahr beschäftig Zupackmaterial für Schuhkartons zu besorgen. „Viele packen Stifte und Hefte in ihre Schuhkartons, aber keine Radiergummis oder Anspitzer. Und die kaufen wir dann extra ein“, berichtet eine der Sammelstellenleiterinnen.

Einige Schuhkartons wurden in den letzten Tagen schon in der Sammelstelle abgegeben. „Aber es werden noch mehr“, weiß Annelie Wiegel aus Erfahrung. Sie engagiert sich, damit auch in diesem Jahr wieder viele Kinder erleben, dass sie geliebt werden, dass sie etwas Besonderes sind, dass sie nicht egal sind. Und so hat sich die Sammelstelle am 17.10. und 18.10. über Schrott gefreut und erwartet nun voller Ungeduld viele liebevoll gepackte Geschenkkartons.



Dienstag, 21. Oktober 2014

"Ich weiß wie es ist, nichts zu besitzen ..."



Wenn Hermine B. mit ihrem Mann durch die Stadt schlendert, kann es vorkommen, dass er vor einem Geschäft stehen bleibt und sagt: “Hermi, wäre das nicht was für einen Schuhkarton?“ Hermine und ihr Mann sind ein eingespieltes Team, was das Packen von Schuhkartons angeht. Seit 18 Jahren packt die 75-Jährige voller Liebe Schuhkarton um Schuhkarton und denkt, trotz Krankheit,  noch lange nicht ans Aufhören. „Für mich ist das die schönste Aktion,“ sagt sie und ihre grau-blauen Augen glänzen dabei.

Auf die Frage, warum sie mit solcher Hingabe bei dieser Aktion dabei ist, sagt sie schlicht: „Ich weiß wie es ist, nichts zu besitzen.“ Die lebensfrohe Hermine hat in ihrem Leben schon viele Entbehrungen hinnehmen müssen. Als sie 5 Jahre alt ist, stirbt ihre Mutter und so kommen sie und ihre fünf Geschwister ins Heim. Der Vater ist im Lazarett und nicht in der Lage sich um seine Kinder zu kümmern. Die folgenden Jahre, die sie und ihre Geschwister im Waisenhaus verbringen, beschreibt sie, trotz des Verlustes, als die „schönste Zeit ihres Lebens“. Im Waisenhaus kümmern sich Nonnen liebevoll um die Erziehung der Kinder; Kleidung erhalten sie von der Katholischen Kirche. An Geschenke ist in dieser Zeit nicht zu denken. Aber dann erreichen CARE-Pakete das Waisenhaus; vollgepackt mit Mehl, Zucker, Milchpulver, Margarine, und, woran sie sich besonders erinnern kann, Bonbons, Lutschern und Schokolade. Und weil sie weiß, welche Freude es ist, in einer Zeit solche Päckchen zu erhalten, in der man nichts hat, packt sie Schuhkartons. „Wenn ich ein Päckchen packe, dann denke ich an die Freude, die die Kinder erleben, wenn sie ihre Päckchen öffnen.“ 

Hermine (re.) mit ihrer Nachbarin (li.) - Die beiden Damen nähen, stricken und häkeln das ganze Jahr über voller Hingabe und Freude für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton"

Zusammen mit ihrer 86-jährigen Nachbarin ist sind schon lange für "Weihnachten im Schuhkarton" aktiv. Das ganze Jahr über sind die Damen damit beschäftigt zu nähen, stricken und zu häkeln. Und das mit einer Hingabe und Freude für Kinder in Not, dass es einem geradezu „die Sprache verschlägt“, wie Brigitte Güth ihre Eindrücke weitergibt. Die Regionalleiterin war auf Wunsch der Sammelstellenleiterin Frau König nach Wolfsburg zu Hermine gefahren und hatte ihr den Blumenstrauß überreicht, der eigentlich für die Sammelstellenleiterin vorgesehen war. Doch diese bat darum, den Blumenstrauß an Hermine weiterzugeben, um die langjährige und bemerkenswerte Arbeit zu würdigen.
 
Obwohl die „Weihnachten im Schuhkarton“-Saison noch ein paar Wochen läuft, denkt Hermine schon wieder an das nächste Jahr und was sie Gutes tun kann. „Ich bin reich, verglichen mit der Zeit, in der ich nichts hatte. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe. Und deswegen kann ich auch abgeben.“ Und so gibt sie: Jedes Jahr aufs Neue. Und so packt sie: Jedes Päckchen voller Liebe. Und so weiß sie: Jedes Päckchen steht für ein Kind.  






Montag, 20. Oktober 2014

"Das größte Geschenk ist, Gott kennengelernt zu haben"

Holger Micklitza erfuhr im Oktober 2002 von "Weihnachten im Schuhkarton", als er im Radio folgenden Spot hörte: "Stellen Sie sich vor, heute ist Weihnachten und sie bekommen kein Geschenk. Millionen von Kindern haben in ihrem ganzen Leben noch nie ein Geschenk bekommen. Bitte informieren Sie sich unter www.weihnachten-im-schuhkarton.org." Er erzählte seiner Frau davon, die den Spot ebenfalls gehört hatte. Zusammen sahen sie auf der Homepage nach und waren sofort begeistert. In den kommenden Tagen packten sie im Kreis ihrer Familie neun Schuhkartons, die sie mit persönlichen Weihnachtsgrüßen auf die Reise schickten. Nach zwei Monaten kam eine Antwort aus Ostroda im Norden Polens: Maja (9) und Filip (5) bedankten sich von Herzen für ihre Geschenke. Das war der Anfang einer Freundschaft, die bis heute anhält. 

"Weihnachten im Schuhkarton" hatte aber noch eine andere Auswirkung auf das Leben von Holger Micklitza. 2004 erhielt er einen Newsletter von Geschenke der Hoffnung. Darin gab es einen Link zu einem "Gottesdienst zum Kennenlernen". Darauf hatte der junge Sammelstellenleiter gewartet. Tatsächlich besuchte er einen "Kennlern-Gottesdienst" in seiner Nähe, der ihm so gefiel, dass er mehr über den christlichen Glauben wissen wollte. Am 1. April 2006 entschied er sich für ein Leben mit Gott. Diesen Schritt hat er nie bereut. "Ich hatte eine schöne Kindheit mit tollen Eltern. Aber das größte Geschenk, das es für mich gibt, ist, Gott kennengelernt zu haben." (Bericht aus: Aktionsbericht 2013 , S. 11)
Ein umfassender Artikel über Holger kann auch in der Entscheidung nachgelesen werden.

 

Freitag, 17. Oktober 2014

"Das ist auch für uns Eltern immer wieder schön mitzuerleben ..."

Frau Lynen arbeitet in der Schule ihrer Kinder ehrenamtlich in einem Team mit, das den Infobrief für Schüler, Lehrer/-innen und Eltern herausgibt. Im Rahmen dieser Arbeit setzt sie sich auch für die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" ein. Ihre Begeisterung hat sie u. a. an ihre Tochter weitergegeben, die in diesem Jahr "ganz alleine von ihrem eigenen Taschengeld" einen Schuhkarton bestücken möchte. Im letzten Jahr hat sie mit ihrer Freundin Gebasteltes in der Nachbarschaft für eine kleine Spende weitergegeben und mit dem Erlös zwei tolle Schuhkartons gepackt. Den Spaß, den die beiden Mädchen dabei hatten, ist wiederum Motivation für Frau Lynen für ihr Engagement.


Donnerstag, 16. Oktober 2014

Briefe aus Georgien

Es ist immer eine schöne Sache, einen persönlichen Gruß mit Adresse in den Schuhkarton zu packen, denn oftmals wollen sich die Kinder, die ein liebevoll gepacktes Päckchen erhalten, bedanken.
Einige Briefe erreichten uns aus Georgien. Briefe von Kindern, die sich bedanken wollen, aber keine Adresse haben. Briefe, die die Kinder teilweise mit der Hilfe von Lehrern, Gemeindemitarbeitern und Helfern geschrieben haben. Briefe, die DANKE sagen wollen.
Vielleicht findet ja jemand sich wieder? 

Im Ideenheft lassen sich einige Ideen für einen ganz persönlichen Gruß finden: Ideenheft, S. 10 und 11.

Uns haben einige Briefe erreicht, u. a. auch ein Dankesbrief von George aus Georgien an Marcello, Julius und Daniel.

Mary, das Mädchen aus Georgien, das diesen Päckchen erhalten hat, bedankt sich mit den Worten "Vielen Dank für dieses Geschenk. Eure Freundin Mary." Beigefügt hat sie das Foto der Familie aus Deutschland, auf dem 2 Mädchen zu sehen sind, die gerade beim Basteln sind. Mary hofft dadurch, die Familie zu erreichen, die ihr den Schuhkarton zugeschickt hat

Mari schickt einen Weihnachtsgruß an Luisa nach Deutschland. Sie schreibt: "Meine liebe Luisa. Du bist ein großartiges Kind. Ich danke dir so sehr. Ich liebe dich und Jesus liebt dich. Gott segne dich. Mari."

Ein Brief an Tina aus Deutschland: "Meine liebe Tina. Hab vielen Dank für deine Freundlichkeit. Ich mochte deine Geschenke sehr. Möge die Liebe von Jesus immer mit dir sein. Ich bin Nino. Ich lebe in Tbilisi. Ich gehe zur Schule. Ich bin sehr gut in der Schule. Ich liebe Gott und er liebt mich auch. Dein Name "Tina" ist ein georgischer Name. Ich bin sehr froh, dass dein Name Tina ist. Ich liebe dich. Ich küsse dich. Gott segne dich!"

Ein Brief für ein Päckchen ohne Namen. "Hi, ich bin Keta aus Georgien ... Ich bin 14 Jahre alt. Ich habe dein Geschenk bekommen und ich mag es sehr, sehr gern ... Ich weiß nicht wer du bist, aber ich liebe dich sehr. Vergiss nicht, dass ich dich liebe. Deine Keta."

Nino schreibt: "Hallo! Meine lieben Freunde: Nils, Claas, Sophie und Clara. Ich habe euer Geschenk für mich erhalten. Ich bin dafür so dankbar. Habt vielen Dank für eure Unterstützung. Gott segne euch. Ich gehe zur Schule und ich brauche diese Schulsachen. Ich danke euch und Gott dafür. Er hilft mir immer. Hochachtungsvoll Nino."

Anna schreibt: "Meine kleine Freundin Hanna, wir haben euer Geschenk für uns erhalten. Habt vielen, vielen Dank dafür. Du bist ein nettes Mädchen. Ich habe auch dein Foto bekommen. Gott segne dich. Ich küsse dich. Anna."

Mittwoch, 15. Oktober 2014

"Weil jeder mitmachen kann ..."

Für Regionalleiterin Evelyne Reinhardt gibt es nichts Schöneres, als Menschen ein kleines Fünkchen Hoffnung und Liebe zu schenken. Und sie ist davon begeistert, dass die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" für wirklich jeden ist, egal wie alt oder wie jung man ist. Darum ist sie auch mit vollem Einsatz und großer Begeisterung seit vielen Jahren für die Aktion unterwegs.


Freitag, 10. Oktober 2014

Der Eiszeitzoo ist eingetroffen!



Auf die Unterstützung der Romina Mineralbrunnen GmbH ist Verlass! Schon seit Jahren unterstützt das Reutlinger Mineralwasserunternehmen die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Gestern erreichte dann ein riesiger Eiszeitzoo, gestapelt auf 32 Paletten, das Packlager von Geschenke der Hoffnung e.V. in Berlin. Diese Kuscheltiere waren im vergangenen Jahr innerhalb einer Charity-Aktion zugunsten von "Weihnachten im Schuhkarton" von Romina Mineralbrunnen gespendet worden.

Nun warten 1152 Eisbären, 5656 Wollnashörner, 3150 Mini-Eisbären, 1224 Säbelzahntiger, 1620 Affen, 1655 Pferde und 72 Mammuts darauf, in den nächsten Wochen in Schuhkartons verpackt und dann auf die Reise geschickt zu werden.

Wir bedanken uns noch einmal herzlich für diese großzügige Spende und auch den gesponserten Transport! 
Den Bericht zur Aktion im vergangenen Jahr finden Sie hier sowie in unserem Aktionsbericht auf S. 17.
 







Dienstag, 7. Oktober 2014

„Ich konnte nur staunen“



Susanne Möller steht im Flur und kann es nicht glauben. Sollte sie sich so verhört haben? Sie erinnert sich zurück. Vor einigen Tagen hatte eine Dame sie angerufen und freundlich gefragt, ob sie einige selbstgebastelte Karten bei ihr angeben könnte, damit diese für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ verwendet werden könnten. „So ein paar Karten kann man sicher immer irgendwie gebrauchen“, hatte Susanne noch gedacht. Ein „paar“ Karten waren das aber nicht, was Susanne nun in der Hand hielt. Sondern ein ganzer Karton voll! Rund 300 liebevoll gestaltete Karten - eine schöner als die andere. Susanne ist sprachlos von der Vielfalt, der Kreativität und der Großzügigkeit. 

Regina Becher-Fehr mit ihren selbstgebastelten Karten
Die Dame, die Susanne Möller seitdem regelmäßig mit den selbstgemachten Karten beglückt, heißt Regina Becher-Fehr und lebt auf Föhr. 2009 hatte die 74-Jährige in der Inselzeitung einen Artikel für die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gelesen und sofort das Bedürfnis gehabt zu helfen. Das christliche Werk Geschenke der Hoffnung, welches die Aktion ausrichtet, vermittelte anschließend den Kontakt zwischen Regina Becher-Fehr und Susanne Möller und stellte so die Weichen für eine besondere Freundschaft.

„Ich bastel wann immer ich Zeit und Lust habe – das trainiert schließlich meine Finger!“, sagt die Rentnerin mit einem ansteckenden Lachen. Für jede Karte, die sie meistens an ihrem Tisch im Schlafzimmer bastelt, braucht sie rund 30 Minuten. Die Materialien bestellt sie sich im Internet und neue Anregungen holt sie sich oftmals aus dem TV-Programm. „Es ist einfach eine tolle Beschäftigung“, weiß sie über ihr besonderes Bastelprojekt zu sagen.

Eine Freundschaft dank "Weihnachten im Schuhkarton:
Susanne Möller (li.) und Regina Becher-Fehr (re.)
Das Einzige, was Regina Becher-Fehr mit den Karten bezwecken möchte – die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ unterstützen, damit Kinderaugen zum Glänzen gebracht werden. Denn jedes gepacktes Päckchen, jeder Schuhkarton ist gelebte Nächstenliebe, ist ein Zeichen von Gottesliebe. Wie genau das aussehen kann, da hat sie Susanne Möller freie Hand gegeben. Diese verschenkt die handgemachten Karten für einen kleinen Spendenbeitrag auf Flohmärkten, Gemeinden und anderen Einrichtungen und lässt den Erlös „Weihnachten im Schuhkarton“ zukommen. Und selbstverständlich werden diese Karten auch genutzt, um einen persönlichen Gruß für ein Kind mitzuschicken.



Seit dem ersten Karton, den Regina Becher-Fehr an Susanne Möller geschickt hatte, sind 5 Jahre vergangen. In dieser Zeit hatten die beiden Frauen nur telefonischen Kontakt. Susanne will das endlich ändern und diese besondere Frau kennenlernen. Aus diesem Grund setzt sie sich im Sommer 2014 in ihr Auto, fährt zur Fähre und dann mit dieser nach Wyk auf Föhr und besuchte endlich die Frau, die ihr so lange schon in unglaublicher Weise zugearbeitet hat. „Wir danken ihr sehr für ihren Einsatz“, sagt Susanne Möller, während sie den Arm um Regina legt, „und ihr wundervolles, ansteckendes Lachen und ihre liebe Art Menschen zu beschenken.“