Donnerstag, 3. Dezember 2015

Wahre Cupcake-Helden

Autorin: Jenifer Girke

Niemand ist zu jung, um zu helfen. Jede Gabe hat das Potenzial, etwas Großes zu bewirken. Wenn man nur fest daran glaubt und das Ziel vor Augen behält, kann man selbst mit Zucker, Mehl und Butter die Welt ein Stück zum Besseren verändern.


Die eigene Leidenschaft für den guten Zweck einsetzen: Gabe und Livvy machen es vor!

Gabe ist 15 Jahre, seine Schwester Livvy ist elf Jahre jung, doch beide beherrschen das Bäckerei-Handwerk wie erfahrene Profis. Die motivierten Teenies kommen aus dem amerikanischen Louisville, Kentucky, und haben eine Idee umgesetzt, die sogar noch süßer ist als ihre Cupcakes. Inspiriert von der Arbeit unseres internationalen Partners Samaritan‘s Purse, eine US-amerikanische Hilfsorganisation, fing das Geschwisterpaar an, für die Mitarbeiter der Organisation saftig-leckere Cupcakes zu backen.


Ein super Team: Gabe und Livvy zaubern ihre einzigartigen Cupcakes in Akkordzeit.


Doch das war den jungen Bäckermeistern nicht genug – sie wollten nicht nur die Mitarbeiter mit delikaten Snacks unterstützen, sondern wirklich etwas bewirken, und zwar dort, wo es weder Bäckereien, Kuchenkonditoren, Cupcake-Buffets noch genügend Butter, Mehl oder andere Lebensmittel gibt.


Gabe in vollem Bäckereinsatz und immer das Ziel vor Augen: Er will mit seinen gelben Köstlichkeiten denjenigen helfen,
die weder Cupcakes noch Brot, geschweige denn medizinische Betreuung haben.


Monatelang verrührten, backten und dekorierten die motivierten Geschwister palettenweise Backwaren, die nicht nur mit meisterlichem Aussehen punkteten, sondern auch noch einen meisterlichen Geschmack in sich bargen. Gabe und Livvy verkauften Hunderte von Kuchen und Tausende von Cupcakes, um genügend Spenden für ein Hilfsprojekt in Zentralafrika zu sammeln.


Bereit für den Außendienst: Diese Cupcakes können Leben retten!


Allen Zweiflern zum Trotz, die die Bäckerfreunde etwas belächelten, werkelten sie weiter in der Cupcake-Fabrik und sagten dazu nur: "Wir backen und Gott tut den Rest." Und tatsächlich: In nur etwa einem Jahr gelang es den beiden, eine stolze Summe von 35 000 US-Dollar (das sind umgerechnet mehr als 33 000 Euro) zusammen zu tragen. Mit diesem Geld wurde eine neue Entbindungs- und Säuglingsstation aufgebaut, und zwar dort, wo Hilfe gar nicht oder meistens zu spät kommt: in Nyankunde, einem verschwindend kleinen Ort in den Tiefen des Dschungels der Demokratischen Republik Kongo.


Zwei Welten prallen aufeinander: Hilfsbedürftige Frauen im schwarzafrikanischen Kongo
werden von dem amerikanischen Teenager Gabe mit seinen berühmten Cupcakes überrascht. 

Als die Bauarbeiten abgeschlossen waren, ermöglichte Samaritan’s Purse dem Geschwisterpaar einen Besuch dort. Und was taten die beiden, als sie die ersten Patienten besuchten? Sie packten ihre Backutensilien aus und nutzten einen alten Lehmbackofen, der draußen vor dem Gebäude stand, um genau solche Cupcakes zu backen, durch die sie die medizinische Einrichtung finanzieren konnten. Die Frauen waren hin und weg – von den unbekannten Köstlichkeiten sowie von Gabe und Livvy.


Pure Dankbarkeit: nicht nur für den Leckerbissen, sondern viel mehr für die Möglichkeit,
ihre Kinder in einem geschützten Raum zur Welt zu bringen.


Das erste Baby, was in dieser Station geboren wurde, musste aufgrund lebensbedrohlicher Komplikationen durch einen mühsamen Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden. Als Zeichen tiefer Dankbarkeit nannte die Mutter ihre Tochter nach Gabe und gab ihr den Namen Gabrielle.


Sie heißt "Gabrielle", benannt nach Gabe, und hätte ohne das Geschwisterpaar niemals das Licht dieser Welt erblickt.

So viel Einsatz in so jungen Jahren – Wahnsinn, was selbst die Jüngsten unter uns bewirken können, wenn sie nur fest genug daran glauben!



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